«eat more art» ist eine Reihe von experimentellen Veranstaltungen mit Kunst-, Kultur-, und Kulinarikelementen, die jeweils in Zusammenarbeit mit mindestens einer anderen Institution stattfinden. Die Veranstaltungen sind inspiriert vom Text «Identitäten sind temporäre Plattformen» des britischen Soziologen Stuart Hall:

Was ich fordere, ist der Gedanke einer Identität, die wie ein Same ist. Und während man wächst, passieren all diese Dinge. Jedes Mal, wenn man jemand anderem begegnet, verändert man sich – das ist das, was ich das «unvermeidliche In­Beziehung­Treten mit dem anderen» nenne.

«Ich messe der multikulturellen Frage heute viel Bedeutung bei, weil immer mehr Gesellschaften, die sich, historisch bedingt, üblicherweise in einer relativ isolierten Lage wähnten – die Briten, die Franzosen, die Deutschen, die Iraner –, nun in einer Welt leben, in der all diese Dinge vermischt werden. Das nenne ich die multikulturelle Frage. Wie finden diese Menschen aus all diesen verschiedenen Kulturen, die im selben Raum leben, einen modus vivendi des Zusammenlebens mit jemandem, der nicht so ist wie sie?»

«Was den Nationalstaat so gefährlich macht, ist die Überdeterminierung der nationalstaatlichen Identität. Wenn sie eine unter vielen wäre, die auch untereinander in Konflikt geraten dürften, wäre es kein Problem. Die Schwierigkeit ist eine nationale Identität, die Unterschiede verdeckt und verleugnet.»

 

Spectropia
In Kooperation mit Punto Croce

Samstag, 30. April 2016, Venedig

Einer Einladung aus Venedig folgend, erarbeiteten Anna Hilti, Beate Frommelt und Luis Hilti für Punto Croce eine raumgreifende Installation in Form von verschiedenen Schattenspielen. Dabei wurden auch die Besucher Teil der Installation, wenn sie sich durch die Räume bewegten und ihre Schatten auf andere Schatten trafen. Für den musikalischen Beitrag war Michael Büchel und der venezianische DJ Grao verantwortlich, während die ebenfalls lokale Kochtruppe um «Dapes» die rund 120 Gäste kulinarisch versorgte. Die Veranstaltung war eine Zusammenarbeit von Punto Croce und dem Kunstverein Schichtwechsel und ist als Folge des letztjährigen Biennale-Auftritts in Venedig entstanden. Das «Punto Croce»-Konzept bzw. die Verbindung von Kunst, Musik und Kulinarik war Inspiration für die Veranstaltungsreihe «eat more art», in deren Rahmen der Kunstverein Schichtwechsel im Jahr 2016 weitere Kooperationsveranstaltungen realisieren wird.

 

Hat Liechtenstein eine Kulturelle Identität?
In Kooperation mit dem Haus am Gleis

Mittwoch, 22. Juni 2016, Haus am Gleis, Schaan

Anlass für die Veranstaltung «Hat Liechtenstein eine kulturelle Identität?» war ein Besuch des Kulturjournalisten Johannes Bruggaier, der zur kulturellen Identität in Liechtenstein recherchierte. Fünf Vortragende aus den Bereichen Medien, Politik, Kultur und Tourismus wurden eingeladen, 5-minütige Kurzvorträge zum Thema zu halten. Unter anderem ging es um die Frage, ob die aktuelle Migrationssituation in Liechtenstein Auswirkungen hat und die Liechtensteiner/innen Angst um ihre «Identität» haben.

 

Jedes Mal, wenn man jemand anderem begegnet, verändert man sich
Eine Veranstaltung des Kunstvereins Schichtwechsel in Kooperation mit der Gemeinde Schaan

Donnerstag 6. Oktober 2016, 18 Uhr
sLandweibels-Huus, Landstr. 71-75, Schaan

Die Veranstaltung «Jedes Mal, wenn man jemand anderem begegnet, verändert man sich» ist inspiriert vom Text  «Identitäten sind temporäre Plattformen» des britischen Soziologen Stuart Hall. Sie dreht sich um Ereignisse und Personen, die das eigene Leben geprägt und verändert haben.
Die Veranstaltung beinhaltet 5-minütige Kurzvorträge von Chimango, Lena Frei, Ecki Hermann, Josef Hoop, Julia Marock und Herbert Rüdisser, ein Speed-Dating, einen Apéro und Musik des argentinischen Musikers Chimango. Sie ist Teil von «eat more art», einer experimentellen Veranstaltungsreihe des Kunstvereins Schichtwechsel mit Kunst-, Kultur-, und Kulinarikelementen.